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| Autobücher und Automobilia | |
| Die Namensverbindung Schröder & Weise wird am häufigsten mit Autobüchern und Automobilia assoziiert. Mit Sicherheit hat im Laufe der Jahre ein Großteil der so genannten Oldtimerszene mit uns zu tun gehabt wenn nach einem Buch, einem Prospekt oder einer Betriebsanleitung gesucht wurde.
Wir wollten mit historischen Automobilen unser Geld verdienen. Ein Autoantiquariat als flankierendes Tagesgeschäft sollte regelmäßigen Einnahmefluss sichern.
Dass das Konzept tragfähig ist, war damals keineswegs klar. Deutschland war seit über 30 Jahren eine automobil-literarische Wüste'. Zwar gab es seit 1974 die Firma Schrader Automobil Bücher in München. Dort bot man an, was es national und international an Gedrucktem zum Thema Auto und Motorrad gab.
Aber es war wenig Gutes darunter. Die wichtigsten Unterlagen kamen aus England, Frankreich und den USA, kamen also in fremder Sprache daher und waren nicht immer ausführlich genug zu den Marken oder Fahrzeugtypen, die uns in Deutschland interessierten.
Damals wurde dem antiquarischen Buch, dem Prospekt oder der Zeitschrift gar kein eigenständiger, historischer Wert beigemessen. Es wurde gekauft um des reinen Inhalts willen, des geschriebenen Wissens, das man sofort nutzen wollte.
Man nahm sozusagen alles mit, was die noch wenigen Flohmärkte und Antiquariate zum Thema anboten, erwarb es günstig oder bekam es geschenkt.
Der erste Antiquariatskatalog entstand bei uns 1976 in hektographierten Form. Er enthielt alte Papierunterlagen, die wir doppelt hatten oder für nicht wichtig hielten.
Der noch junge Mercedes Veteranen Club (MVC) war eine der ersten Adressen unserer Geschäftskorrespondenz. Dieser Club erhielt unsere erste Auflistung.
Ein unglaublicher Erfolg setzte ein, den wir selbst nicht erwartet hatten. Ohne weiteres Zutun hatte sich ein Geschäftszweig praktisch über Nacht von ganz allein gebildet.
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| In Freundschaft zu den Schraders versprachen wir, im antiquarischen Segment zu bleiben. Im Gegenzug konzentrierten Schraders sich auf den Neubuchhandel und blieben dem Antiquariat fern.
Nun waren wir Jäger in Sachen Auto und Papier geworden.
Das AUTOANTIQUARIAT war das erste Fachantiquariat in diesem Bereich und es gibt nur noch wenige Bücher oder anderes Papier zum Thema, das wir nicht schon einmal in den Händen hatten.
Schnell wurde das Geschäftsfeld international ausgeweitet. Was vor kurzem noch Sammlerhobby gewesen war, hatte sich zum Vollzeitjob entwickelt.
Mit dem Umzug nach Hannover 1979 gab es endlich ein offenes Ladengeschäft zum Thema, das nun auch Neubücher und eine Menge Automobilia anbot.
Ab Mitte der 80er Jahre wurde spürbar, dass die Menge an verschiedenen Produkten und auch eine große Zahl Kunden rein handschriftlich und zu Fuß nicht mehr effektiv verwaltet werden konnte. Die Ausschau nach entsprechender EDV zeigte aber, dass es im Bereich fertiger Software leider nichts Passendes gab. Die Mischung aus Neuware und Antiquariat war bis dahin nirgendwo elektronisch in ein Warenwirtschaftsprogramm übernommen worden.
Zunächst im Verbund mit einem Softwarehaus, bald darauf aber mit eigenen Programmierern wurde die maßgeschneiderte eigene Lösung geschaffen.
1988 erfolgte die Übernahme der Neubuchkollegen aus München. Die Oldtimerszene erlebte ihren ersten Zenith und wir waren eine Firma mit 18 Mitarbeitern geworden.
Mit allen wichtigen Verlagen und Grossisten gibt es seither national wie international direkte Verbindungen. In Spitzenjahren boten wir bis zu 12.000 lieferbare Neubücher an und das permanente Angebot an antiquarischen Titeln ab Lager belief sich auf bis zu 5000 verschiedene Bücher, 20.000 Zeitschriften und 40.000 Prospekte.
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| Unser Dachboden mit moderneren Zeitschriften und Prospekten war legendär und wir hatten manchmal den Eindruck, Kunden kämen nur, um unseren übervollen Dachboden, dieses Halbdunkel einer kleinen aber wahren Märchenwelt einmal mit eigenen Augen gesehen zu haben.
Die Abkühlungs- und Beruhigungsphase in der Altautoszene gab auch uns die Möglichkeit, sich vom täglichen Stress und der laufenden Katalogarbeit etwas zu befreien, den Personalstamm zu verkleinern und auf mehr Einzelkundenbetreuung und neue Ideen zu konzentrieren.
Unsere inzwischen elektronische Suchkartei ist effektiv und wird gut genutzt. Das hatte zur Folge, dass aktuelle Antiquariatskataloge immer seltener erschienen, da die wichtigen Titel meist schon vorher verkauft waren.
Die Schröder & Weise-Datenbank ist inzwischen mit weit über 60.000 eingetragenen Titeln zu Büchern und Prospekten sicherlich die größte zum Thema Automobil. Die insgesamt drei von uns veröffentlichten Basiskataloge werden auch heute noch wie die Michelkataloge der Briefmarkensammler als Collectors- and Price Guide genutzt.
Die Pflege und das Bestücken privater Großsammlungen aber auch von Museums- und Werksarchiven stellte in den vergangenen Jahren eine unserer Hauptbeschäftigungen dar.
Wichtig waren immer, speziell im veränderten Markt, die Suche nach Neukunden und die Kundenbindung. Viele Jahre fuhren wir mit dem riesigen Bücherbus, den viele noch kennen werden, zu den Märkten. Doch die steigende Zahl der Veranstaltungen zerriss die Besucherzahlen in zu kleine Gruppen. Wir fragten uns, an welchen Schauplätzen wir noch genügend Kunden treffen wenn wir die Veterama, die Techno Classica und den Oldtimer-Grand Prix einmal ausklammern ?
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| In dieser Zeit wurden das Mercedes Classic Center, später die Autostadt und das neue Audi Museum gegründet. Wir entwickelten Konzeptionen und halfen, Abteilungen zu gestalten, in denen mit uns als Fachberater antiquarische und neue Literatur gleichwertig nebeneinander im Angebot stehen, garniert mit ausgesuchter Automobilia - wie bei Schröder & Weise selbst.
Das Konzept ging auf. Viele von Ihnen werden den Shop im Museum Mobile oder die Zeitreise in der Autostadt kennen.
Der bei Sammlern zur Legende gewordene Buchladen muße 2001 einer Straßenbahnverlängerung weichen. Das Gebäude wurde abgerissen, der alte Firmenmantel aufgelöst. Bei Schröder & Weise Classics ist kurz darauf wieder ein offener Laden entstanden, womit auch der lange verfolgte Traum alles unter einem Dach endlich verwirklicht ist.
Dass es seit einigen Jahren wieder einen Laden gibt, scheinen viele Kunden noch nicht zu wissen. Umso öfter hörten wir Worte des Bedauerns, keine Kataloge mehr zu bekommen, nicht mehr mit großen Ständen unter wehenden Flaggen auf den Messen und Treffen vertreten zu sein. Das brachte uns nun dazu, dem Druck nachzugeben und auf diesem modernen Weg mit unseren Kunden und Freunden wieder verbunden zu sein. Dabei haben wir unsere Angebotspalette, unsere Unterstützung und Beratung, eben den bekannten Allroundservice keine Sekunde aufgegeben oder unterbrochen.
Mit 1000 qm Ausstellungsfläche für unsere Sammlerfahrzeuge plus 380 qm im Papierdepartment sind wir alles andere als klein. Moderne und internationale Kommunikationsmöglichkeiten, hoher Bekanntheitsgrad und über 30 Jahre professionelle Beschäftigung mit Autopapier bestätigen, dass wir Ihre richtigen Partner für dieses Sammelgebiet sind. | |
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