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| AUTOPALETOT | |
| Der Name AUTOPALETOT, ist in Europa zum bekannten von uns Markenrechtlich geschützten Namen solcher ‚Stoffabdeckungen’ für Automobile geworden, wenn es auch andere Produkte mit gleicher Aufgabenstellung, aber anderen Qualitäten und anderen Namen gibt.
Für uns ist es das älteste ‚Neuprodukt’, das wir erstmalig in Europa für Sammlerfahrzeuge haben produzieren lassen.
Die Idee zur Entwicklung eines atmungsaktiven Licht- und Staubschutzes entstand in den 60er Jahren in den USA.
Bei der Flugzeugproduktion mussten viele vorgefertigte Baugruppen, speziell Cockpitsektionen mit viel Glas, Kunststoff, Leder und weiteren Materialien, teilweise lange auf ihre Endmontage warten.
Die Lagerungsmöglichkeiten waren sicher nicht optimal, der Schutz vor Staub und Schmutz aber so wichtig, dass man aus Baumwollgewebe passend zugenähte Schutzplanen anfertigen ließ.
Gute Ideen bleiben nicht allein, so dass sich eine Firma etablierte, die unter den gleichen, jetzt kommerziellen Gesichtspunkten passende Baumwollabdeckungen für Fahrzeuge anbot, speziell für die warmen Bundesstaaten der USA. Car Cover hieß und heißt diese Firma, und man sieht auch heute noch im Fernsehen und in Spielfilmen teilweise sogar am Straßenrand mit CarCover abgedeckte Fahrzeuge im immer sonnigen Kalifornien. Auch der ‚Highlander’ lüftet erst sein CarCover, wenn er nach Jahren wieder seinen 356 Speedster fahren will.
Wir brachten die Idee und das Produkt CarCover 1976 aus den USA nach Deutschland, hatten wir doch längst die Erfahrung hinter uns, dass ‚Bettlaken’ eben keinen Staub abhalten und ‚Plasiktüten’ den Lack eher schädigen als bewahren.
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| Das Produkt wurde auch gut angenommen, denn viele hatten keine Lust mehr, ewig Staub zu saugen, zu blasen oder zu fegen.
Natürlich waren in Deutschland oftmals andere Fahrzeugtypen interessant als in den USA, so dass wir immer in Probleme gerieten, die richtige Passform zu finden und unser Lieferant aufbegehrte, wenn die Deutschen schon wieder mit anderen Fahrzeugen und Maßangaben ein Einzelstück haben wollten.
Die Zusammenarbeit wurde schwieriger statt besser, denn das Interesse am ‚European Business’ war nicht sonderlich ausgeprägt. Leider sah man es ihm an, dem Paletot.
Wir mussten es also in eigener Regie produzieren, was ein Jahr Entwicklung, Tausende von Kilometern, Gespräche mit Webereien, Nähern und Schneidermeistern bedeutete.
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| 1. Stoffanalyse: Wir nahmen das Material aus der Flugzeugbranche und es kam heraus, dass es einem ‚Filterstoff’ entsprach, der in Fabriken tatsächlich nur als 100 % reine Baumwolle zum Einsatz kam. Auch gab es zu diesem Stoff spezifizierte Gewichtsangaben pro Quadratdezimeter und eine bestimmte Luft- und Lichtdurchlässigkeit.
Der Stoff war nun gefunden, aber nur in 1,20m bis maximal 1.40m Breite, was bei einem Auto in ‚Patchwork’, also vielen zusammengenähten ‚Dreiecken’, geendet hätte. Es wurde also nach Webereien Ausschau gehalten, die diesen Stoff in mindestens 1,60m Breite für uns weben konnten.
Wir fanden Sie, aber 100 % Baumwolle ist im rohen Zustand undefiniert Weiss mit einer Menge schwarzer und brauner Punkte. Also: Richtig Färben muß sein! Die aus den USA übernommene Farbe ‚Tabac’ läuft zweimal durchs Färbbecken und alle anderen Farben bis zu fünfmal, was bei gleicher Stoffqualität den Preisunterschied erklärt.
Als deutliche, weitere Aufrüstung zum Original aus den USA haben wir den Stoff dauerhaft wasserabweisend und gegen Fäulnis imprägnieren lassen.
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| 2. Wie schafft man es, den Konturen eines Fahrzeug entsprechend Abdeckungen zu fertigen, die nicht nur einfach drüber, sondern richtig maßgerecht passen? Mit dieser Frage haben wir Schneider und Ingenieure zur Verzweiflung getrieben. Ein Schneider bestellt seinen Kunden zwei- bis fünf Mal zur Anprobe oder man hat die Form oder das zu bekleidende Objekt bis zur Fertigstellung bei sich. Das konnten wir natürlich nicht gewährleisten, es musste ein System gefunden werden, das es erlaubt, nach einmaliger Datenabnahme am Objekt (Fahrzeug), ein verbindliches Schnittmuster ergibt, aus dem die passende Abdeckung zu fertigen ist.
Nach Wochen des Experimentierens war dieses System gefunden: Wir können heute an einem Fahrzeug, ob rund oder eckig, Punkte festlegen und an diesen im Verbund mit äußeren Fixpunkten ca. 25 Maße abnehmen, aus denen sich bei einem 1:10 Schnittmuster weitere, bis zu 50 Maße ergeben. Dieses kleine Muster wird dann zu einer 1:1 Schablone auf Trägermaterial übertragen und dient dem Zuschnitt.
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| 3. Der Zuschnitt und das Nähen muß zwar nicht industriell betrieben werden, aber die technische Ausrüstung muß industriemäßig sein, denn unsere Autopaletots bestehen nur aus drei Teilen - zwei Seiten- und einem Deckenteil - welche so groß und schwer sind, das sie nur entsprechende Maschinen verarbeiten können.
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| 4. Gleichbleibende Qualität – Wir sind und bleiben die Verfechter der 100 % Baumwolle, obwohl wir mit „Mischgeweben“ den Preis deutlich herabsetzen könnten. Unsere Philosophie bleibt, dass wir in der Baumwolle die besten Eigenschaften sehen. Wir meinen, dass ein Fahrzeug den besten Schutz haben sollte, wir wissen aber auch, das unsere Autopaletots im Sommer aussen, unter Carports oder am Urlaubsort z.B. Spanien zum Einsatz kommen und wir wissen von Rechtsstreitigkeiten, in dem durch die UV-Einstrahlung die so genannten Weichmacher einer Kunststoffaser sich lösen können und dauerhaft schadende chemische Reaktionen mit einer Lackierung eingehen können. Gespräche über solche Schäden wollen wir aber auf keinen Fall führen.
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| Im Lauf der Jahre konnten wir feststellen, dass Oldtimerbesitzer oft auf ein AUTOPALETOT verzichten, da sie Ihre Lieblinge sehen wollen, nichtsdestotrotz ist die Stückzahl der Abdeckungen für historische Wagen nicht klein. Doch ‚richtige’ Stückzahlen sind speziell für die besonderen modernen oder die neuen Sommerfahrzeuge zusammengekommen.
Sehr viele Ferraris sind von uns abgedeckt, viele Dutzend BMW Z1, aber auch Alfa Spider, SLs, wie auch ‚Brot-und-Butter’-Autos der 60er oder 70er die erhalten werden sollen. Zu diesen zählt ein Opel Kadett A genauso wie der erste Golf.
Da wir viel mit Rennwagen speziell aus dem Hause Porsche zu tun hatten, sind zahlreiche Porsche-Rennwagen mit Aluminium- und Kunststoffkarosserie von uns eingekleidet worden.
Besonders stolz sind wir darauf, dass wir viele Autopaletots in die USA verkaufen konnten. Zum einen wird unsere Passgenauigkeit von amerikanischen Herstellern nicht erreicht, zum anderen hat durch die Baumwollpreisexplosion vor einigen Jahren auch im Mutterland der modernen Baumwolle Mischgewebe Einzug halten.
Mit inzwischen fast 2000 Schnittmustern (es gibt nur eine Handvoll Schnittmuster, die für zwei verschiedene Fahrzeuge passen), decken wir wirklich eine Menge ab.
Sollte es einmal um ein Fahrzeug gehen, zu dem wir kein Schnittmuster haben und es leider kaum möglich ist, die benötigten Daten abzufragen, müssen wir es vor Ort vermessen oder warten, bis wir dieses oder ein gleiches Fahrzeug in kostengünstiger und erreichbarer Nähe gefunden haben.
Bisher fanden wir aber immer einen Weg, zum Objekt zu kommen und wenn man nicht nur eine ‚Tüte’ als Abdeckung möchte, speziell wenn man unsere Passform kennt, war das Kilometergeld und ein Essen bisher nie ein Hemmschuh.
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